Beschreibung
Ob sittsame Hausfrau oder Verführerin, ehrfürchtige Jungfrau oder Femme Fatale, in einer über Jahrhunderte von Männern bestimmten Welt blieb die Darstellung der Frau auch über die Wende zum 20. Jahrhunderts die männliche Projektion des Weiblichen. Das Bild der Frau bewegte Anfang des Jahrhunderts zwischen Mütterlichkeit und zügelloser Sinnlichkeit, zwischen Modeerscheinung und kritischem Spiegel eines allgemeinen Lebensgefühls. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 endete die Vielfalt in der Darstellung abrupt. Das von da an propagierte Frauenbild war geprägt von einer völkisch nationalistischen Ideologie und der Rolle als Mutter. Nach 1945 diktierten Not, Chaos und die Abwesenheit der Männer die Rolle der Frau. Der Katalog vereint rund 80 dieser "Frauen(an)sichten" aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, darunter Werke von Lovis Corinth, André Derain, Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, Le Corbusier, Fernand Léger, Aristide Maillol, Emil Nolde und Max Pechstein.
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