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Moralbegründung vom Standpunkt der Gesellschaft

Morality, Normativity and Society von David Copp. Kritische Rekonstruktion, metaethische Analyse und Diskussion

Erschienen am 29.06.2005, 1. Auflage 2005
74,00 €
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783838688466
Sprache: Deutsch
Umfang: 212 S.
Format (T/L/B): 1.5 x 21 x 14.8 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung: Das Interesse an und die Auseinandersetzung mit Fragen der Ethik haben zweifellos zugenommen. Diese Einschätzung äußert sich nicht zuletzt am Bedarf an anwendungsbezogenen ethischen Konzepten (sogenannten Bereichsethiken). Viele Autoren sprechen daher von einer „Renaissance der Ethik“ oder einem „Ethik-Boom“. Von dieser „praktischen Wende in der philosophischen Ethik“ zeugen eine kaum noch erfassbare Zahl an politikberatenden Fachgremien, Symposien, öffentlichen Debatten und eine mittlerweile schwer überschaubare Fach- und populärwissenschaftliche Literatur. Dieses große Interesse an ethischen Fragen wurde nicht zuletzt geweckt durch den Wunsch nach anwendungsbezogenen ‚Rezepturen’, mit denen sich neuartige Konfliktsituationen mit moralischer Dimension bzw. Normenkonflikte, wie sie für neuartige Technologien mit großer Tragweite für die gesamte Gesellschaft, aber unsicherer Prognose über die Risikoeinschätzung der jeweiligen Entscheidungskonsequenzen, symptomatisch sind, evaluieren oder gar auflösen lassen. Hohe Erwartungen werden seitens einer verunsicherten Bevölkerung an politikberatende Gremien und an die Philosophie herangetragen, die die Dimension von Normenkonflikten solide einschätzen und adäquate Handlungsempfehlungen machen sollen. Ethik wird in diesem Kontext nicht mehr als unzeitgemäße Verhaltensbeschränkung empfunden, sondern als gesellschaftliches Instrument zur Orientierung und Aufklärung, als „Ordnungsmacht“. Die Ergebnisse bleiben zumeist aber unbefriedigend und verblassen ohne theoretischen Hintergrund zur bloßen Feiertagsrhetorik. Vor allem in politischen Entscheidungsprozessen, ist die Erwartung an solide Begründungen der Entscheidungen enorm hoch. Daher muss Angewandte Ethik zwangsläufig „an den fundamental- und metaethischen Grundlagendiskurs zurückgebunden“ bleiben, um nicht nur als Etikett für einen oberflächlichen Konsens herhalten zu müssen. Andererseits aber, so Singer, tauge eine ethische Theorie nichts, die praktisch nicht anwendbar ist. Gerade dieser Spagat zwischen fundierter ethischer Theorie und praktischer Anwendung beschäftigt zwangsläufig nicht nur Philosophen, sondern auch Sozialwissenschaftler. Dabei gehen viele Autoren von einer abgegrenzten Arbeitsteilung aus, wobei den Philosophen die theoretische Reflexion und den Sozialwissenschaften die empirische Forschung zugewiesen wird. Empirische Beiträge können jedoch zwangsläufig nur deskriptiv sein. Für eine Sozialwissenschaft und []

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